Ungünstige Nahrungsmittelkombinationen im Ayurveda

Geschrieben von:  |  Kategorie: Basiswissen Ayurveda |  Schlagwörter: , , , , ,
21.05.2017
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Nahrungsmittel_AyurvedaParkschloesschen

‚Nahrung ist Medizin‘ – in der ayurvedischen Ernährungslehre werden viele Empfehlungen gegeben, die den Stoffwechsel stärken, die Verdauung unterstützen und die Bildung von Ama (Stoffwechselabfallprodukte) vermeiden. Neben der Berücksichtigung aller sechs Geschmacksrichtungen in den Gerichten und der Verwendung von passenden Gewürzen, ist die richtige Kombination von verschiedenen Nahrungsmitteln ausschlaggebend für eine gesunde Verdauung.

Es gibt bestimmte Nahrungsmittel, die in einem Gericht kombiniert nicht gut zusammen verwertet werden können und somit Ama im Verdauungstrakt entstehen lassen. Das äußert sich z.B. durch Verdauungsprobleme, Blähungen, Völlegefühl, Schwere sowie Energielosigkeit und bildet zudem langfristig eine Basis für Krankheiten jeglicher Art.

Die wichtigsten Nahrungsmittelkombinationen, die laut Ayurveda ungünstig sind, haben wir hier für Sie zusammengefast:

Obst mit Milchprodukten sowie rohes Obst mit Getreide

Was für viele zum täglichen Frühstück gehört, ist eines der häufigsten nicht-passenden Kombinationen im Ayurveda. Durch diese Verbindung können starke Gärungs- und Fäulnissprozesse entstehen, die sich durch Blähungen und Völlegefühl äußern. Rohes Obst sollte laut Ayurveda nur alleine als Zwischenmahlzeit gegessen werden und man sollte am besten 2 Stunden vor und nach dem Verzehr keine weiteren Mahlzeiten einnehmen.
Ebenso treten die Gärungsprozesse bei der Kombination von rohem Obst und Getreide auf. Gedünstetes oder gekochtes Obst kann wiederum wunderbar kombiniert werden.
Alternativen: Müsli mit gedünstetem Obst als Kompott, pflanzliche Milch, Lassi nur mit Gewürzen oder Rosenwasser, Latte Macchiato und Joghurt zum Frühstück zeitlich vom Orangensaft oder Fruchtsmoothie trennen.

Milchprodukte mit Fleisch und Fisch

Der Ayurveda betont, dass tierische Eiweiße nicht miteinander gegessen werden sollten, da dadurch unverweigerlich Ama entsteht. Zwar hat frische, ethisch gewonnene und nicht ultraerhitze Bio Vollmilch einen hohen Stellenwert als Rasayana, sollte jedoch nicht mit Fleisch oder Fisch kombiniert werden – die aufgenommene Nahrung kann nicht optimal verstoffwechselt werden.
Alternativen: pflanzliche Milch, Hülsenfrüchte/Reis zu Milch, tierische Eiweiße mit Salat/Gemüse.

Rohes Obst mit rohem Gemüse

Diese können ebenfalls nicht optimal gleichzeitig verdaut werden und bilden somit Ama.
Alternativen: gedünstetes Obst und Gemüse kann man problemlos kombinieren.

Kalte Getränke oder Eis zu warmen Speisen

Diese Kombination hat eine toxische Wirkung im Darm, die zur Bildung von Ama führt. Der Körper möchte kalte Getränke oder eiskalte Speisen im Magen aufheizen. Bis der Körper den gesamten Mageninhalt wieder auf die gewünschte, ideale Verdauungs-Temperatur (37°C) aufgeheizt hat, beginnen Bestandteile der bereits im Magen angekommenen Speisen zu gären, dadurch entsteht Ama.
Alternativen: eine halbe Stunde vor sowie nach und natürlich auch während den Mahlzeiten nichts oder maximal eine Tasse Tee/heißes Wasser trinken.

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Author Über den Autor:

Anura H. Chandrasekera

Ayurveda Mediziner, „Bachelor of Ayurvedic Medicine“ (Sri Lanka)

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Herr Chandrasekera selbstständig als Ayurveda Mediziner in Sri Lanka. Von 1995 bis 2006 war er Chefarzt und Leiter von verschiedenen Gesundheitszentren in Sri Lanka und Tschechien. Seit 2006 praktiziert Herr Chandrasekera auch in Deutschland und unterstützt seit 2015 das Mediziner Team des Parkschlösschens.

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