Die Wechseljahre gelten im Ayurveda als eine Zeit, in der das Vata Dosha (ayurvedisches Konstitutionsmerkmal) zunehmend in den Vordergrund tritt – jenes Prinzip, das für Bewegung, Trockenheit, Kälte und Unruhe steht. Hierdurch kann sich ein Ungleichgewicht entwickeln, das beispielsweise zu Schlafstörungen, innerer Unruhe, trockener Haut und Schleimhäuten sowie Gelenkbeschwerden führen kann. Das Pitta Dosha, welches mit Hitze, Säure und Schärfe assoziiert wird, kann dieses Ungleichgewicht noch verstärken. Es kann beispielsweise Hitzewallungen und Reizbarkeit fördern. Die Lebensessenz Ojas ist in dieser Lebensphase oft geschwächt.
Eine bewusste, ausgleichende Ernährung kann dabei helfen, Wechseljahresbeschwerden entgegenzuwirken.
Vata-Ausgleichend
- Kürbis, Süßkartoffeln und Ghee können mit ihrer süßen, öligen Qualität überschüssiges Vata beruhigen – erdend & hilfreich bei Trockenheit
- Datteln, getrocknete Aprikosen und Rosinen gelten als aufbauend und werden bei Erschöpfung und Energielosigkeit eingesetzt
- Spinat gilt als nährstoffreich und fördert die Blutbildung
- Okra gilt als schleimhautunterstützend wodurch Trockenheit ausgeglichen wird
Pitta-Ausgleichend
- Kokosnuss, Gurken und Granatäpfel gelten als kühlend – hilfreich bei Hitzewallungen
- Kardamom und Fenchel wirken kühlend und verdauungsfördernd; Kardamom wird zudem traditionell zur Stimmungsaufhellung eingesetzt
Ojas-Stärkend
Ojas bezeichnet im Ayurveda die Essenz von Kraft, Widerstandsfähigkeit & innerer Stabilität. Frische, natürliche und nährende Speisen unterstützen den Körper dabei, seine Kräfte aufzubauen und sich zu regenerieren. Besonders warme, gut verdauliche Mahlzeigen, reife Früchte, Mandeln, Ghee, Frischmilch und Mung Dhal gelten als Ojas-fördernd – ebenso wie ausreichend Ruhe und Schlaf.
Wichtig: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden in den Wechseljahren sollte immer ärztlicher oder heilpraktischer Rat eingeholt werden.

